V.11 Maßnahmengebiet Hahnöfer Nebenelbe/Mühlenberger Loch
V.11.1 Maßnahmen
Die Hahnöfer Nebenelbe ist seit den siebziger Jahren im östlichen Teil ebenso wie das gesamte Mühlenberger Loch sehr stark von Verlandungen betroffen. Einen Einfluss darauf hatte unter anderem die Abdämmung der Süderelbe Anfang der sechziger Jahre sowie der Bau des Neßleitdammes, die Aufschüttung des Verbindungsdammes nördlich der Hahnöfer Nebenelbe Ende der sechziger Jahre sowie die Erweiterung des Airbus-Geländes. Um einen besseren Durchfluss der Nebenelbe zu gewährleisten; wurde gemäß Planfeststellungsbeschluss vom 22.02.1999 eine ca. 7 Kilometer lange Rinne vom Hafen Hahnöfersand bis westlich des Neßleitdammes hergestellt. Die Rinne hat eine durchschnittliche Breite von 125 m und eine Solltiefe von 2,30 m unter MSpNW. Zur Herstellung der Rinne wurden 1,3 Mio. m³ Sediment gebaggert. Die Ausgleichsrinne gilt als Kompensationsmaßnahme für Eingriffe in den aquatischen Lebensraum. Mit der Maßnahme soll eine Minimierung der Verlandung und eine Stabilisierung der Flachwasserzonen (0 - 2 m u. MSpNW) in Teilbereichen der östlichen Hahnöfer Nebenelbe und im Mühlenberger Loch erreicht, gesichert und entwickelt werden. Die vorhandenen Flachwasserzonen und ausgeprägten Süßwasserwatten im Bereich der Hahnöfer Nebenelbe und des Mühlenberger Loches haben eine große Bedeutung für den Sauerstoffhaushalt der Elbe, als Schwingungsraum für das Tidevolumen und als Laichbiotop für verschiedene Fischarten (u. a. auch der Finte). Die Baumaßnahme Rinnenbaggerung wurde im Juni 2003 abgeschlossen.
