III.2.2 Este
III.2.2.1 Tidewasserstände
Die Entwicklung der Wasserstände der Este seit 1985 ist in Abbildung III.2.2.1-1 anhand monatlicher Mittelwerte des Pegels Buxtehude und Cranz zusammengefasst. Die Zeitreihe der Monatsmittel des Tidehochwassers zeigt den langfristig leicht ansteigenden Trend der Tideelbe im Rahmen des säkularen Meeresspiegelanstiegs, der in Buxtehude und Cranz gleich stark ausfällt. Demgegenüber ist bei den Monatsmitteln der Tideniedrigwässer eine abfallende Langfristtendenz auszumachen, die sich in Cranz stärker bemerkbar macht als in Buxtehude. Hieraus resultiert auch der unterschiedliche Trend der Tidehubentwicklung, den die Abbildung III.2.2.1-2 zeigt.
Eine Beeinflussung der Wasserstände in der Este durch den letzten Fahrrinnenausbau ist nicht erkennbar.
Abb. III.2.2.1-1: Monatsmittel der Scheitelwasserstände in der Este seit 1985
Abb. III.2.2.1-2: Monatsmittel der Tidehübe in der Este seit 1985
III.2.2.2 Strömungen
Die Ergebnisse der Strömungsmessungen von 1997 - 2004 sind auf der beiliegenden DVD-1 dokumentiert. Die Messungen (jeweils eine Tide/Jahr an 4 Messorten im Längsschnitt) zeigen über den Flussverlauf für die verschiedenen Jahre ein sehr ähnliches Muster, das jedoch keinerlei Trend aufweist oder signifikante Änderungen zeigt.
Ausbaubedingte Entwicklungen sind auf der bisherigen Datengrundlage somit nicht erkennbar.
III.2.2.3 Topografie
Für die topografischen Vergleiche wurden Daten seit 1997 herangezogen. Die Ergebnisse sind im Einzelnen auf der beigefügten DVD-1 dokumentiert.
Die nachfolgende Abbildung III.2.2.3-1 zeigt die Längsschnitte der Este im Vergleichszeitraum. Dabei wurden jeweils die Daten an den tiefsten Stellen der gemessenen Querschnitte verwendet. Während in 1997 und 2002 ein fast ähnlicher Datensatz verwendet wurde, der annähernd alle 100 m eine Querschnittsmessung berücksichtigt, konnte in den Jahren 1999, 2003 und 2004 nur ein reduzierter Datensatz aufgenommen werden.
Abb. III.2.2.3-1: Längsschnitte von 1997 - 2004 in der Este; Datengrundlage ist der jeweils tiefste Wert in den gepeilten Querschnitten
